Türkischer Kaffee ist die älteste Zubereitungsart der Welt – seit 2013 sogar UNESCO-Kulturerbe. Gebraut wird in der Cezve (auch Ibrik genannt), einem kleinen Kupfer- oder Messingkännchen mit langem Stiel. Kein Filter, kein Sieb: Der staubfein gemahlene Kaffee bleibt in der Tasse und setzt sich ab. Das Ergebnis ist dicht, intensiv und mit einer feinen Schaumkrone – dem Köpük, an dem in der Türkei traditionell die Qualität gemessen wird.
Das braucht ihr (für 1 Tasse)
- 7 g Kaffee, staubfein gemahlen – feiner als Espresso, wie Puderzucker. Das schaffen nur wenige Haushaltsmühlen; notfalls beim Kauf fragen oder eine türkische Handmühle nutzen
- 70 ml kaltes Wasser (eine Mokkatasse voll)
- Optional: 1 bis 2 Teelöffel Zucker – wird vor dem Brühen zugegeben, nicht danach
- Cezve – ersatzweise der kleinste Topf, den ihr habt
So geht’s
- Kaffee, kaltes Wasser und nach Wunsch Zucker in die Cezve geben und einmal gut verrühren.
- Bei niedriger Hitze auf den Herd – Geduld ist hier die wichtigste Zutat.
- Nicht mehr rühren. Langsam bildet sich der Schaum an der Oberfläche.
- Sobald der Schaum hochsteigt und kurz vorm Überlaufen ist: sofort vom Herd nehmen. Der Kaffee darf niemals sprudelnd kochen – das zerstört den Köpük und macht ihn bitter.
- Wer mag, lässt den Schaum absinken und stellt die Cezve noch ein- bis zweimal kurz zurück auf die Hitze, bis er wieder aufsteigt – das macht den Schaum feiner.
- Langsam in die Tasse gießen, sodass der Schaum obenauf landet.
- 1 bis 2 Minuten warten, bis sich der Kaffeesatz am Boden abgesetzt hat – dann genießen. Den letzten Schluck lasst ihr in der Tasse.
Unsere Tipps
- Kräftige Kaffees mit Körper glänzen hier – unser Robusta aus Vietnam ist wie gemacht für die Cezve: intensiv, cremig, mit stabilem Schaum.
- Traditionell wird mit einem Glas Wasser serviert – erst das Wasser, dann der Kaffee.
- Eine Kardamomkapsel oder eine Prise gemahlener Kardamom im Kännchen ist die klassische Variante für besondere Anlässe.