Der Flat White ist der Liebling aller, denen der Cappuccino zu milchig und der Espresso zu kurz ist: ein doppelter Espresso mit seidig aufgeschäumter Milch, aber ohne dicke Schaumhaube. Erfunden irgendwo zwischen Australien und Neuseeland (die streiten bis heute darum), lebt er von einer Sache: Mikroschaum. Und genau den üben wir hier.
Das braucht ihr
- 1 doppelter Espresso (ca. 36 bis 40 g)
- Ca. 120 ml kalte Vollmilch (oder Barista-Hafermilch)
- Eine kleine Tasse, 150 bis 180 ml
- Milchkännchen und Dampflanze – ersatzweise ein elektrischer Milchaufschäumer
So geht’s
- Espresso direkt in die Tasse beziehen.
- Kalte Milch ins Kännchen füllen, bis knapp unter den Ansatz der Tülle.
- Dampflanze knapp unter die Milchoberfläche halten und Luft ziehen lassen – nur 2 bis 3 Sekunden, es soll leise zischen, nicht blubbern. Der Flat White braucht deutlich weniger Schaum als ein Cappuccino.
- Dann die Lanze tiefer und seitlich ansetzen, sodass die Milch wie ein Strudel rotiert. Die Rotation schlägt große Blasen klein – so entsteht der Mikroschaum.
- Bei 55 bis 65 °C stoppen: Wenn das Kännchen so heiß ist, dass ihr die Hand gerade noch dranhalten könnt, seid ihr richtig. Heißer wird die Milch süßlich-tot gekocht.
- Kännchen kurz auf die Arbeitsfläche klopfen und schwenken, bis die Milch glänzt wie flüssige Farbe.
- Zügig und mittig in den Espresso gießen – erst aus etwas Höhe, zum Schluss knapp über der Oberfläche. Wer mag, versucht sich am Herz.
Unsere Tipps
- Kalte Milch und ein kaltes Kännchen geben euch mehr Zeit zum Schäumen – Profis lagern das Kännchen im Kühlschrank.
- Bei Hafermilch auf „Barista“-Editionen setzen – normale Haferdrinks flocken im heißen Espresso gern aus.
- Der Espresso darf kräftig sein: Durch die Milch trägt nur, was Körper hat. Schokoladige Blends sind die sichere Wahl.