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Flat White: Alles eine Frage des Mikroschaums

Kalle Coffeeroasters Überseeinsel Johanna Stolzenberger

Der Flat White ist der Liebling aller, denen der Cappuccino zu milchig und der Espresso zu kurz ist: ein doppelter Espresso mit seidig aufgeschäumter Milch, aber ohne dicke Schaumhaube. Erfunden irgendwo zwischen Australien und Neuseeland (die streiten bis heute darum), lebt er von einer Sache: Mikroschaum. Und genau den üben wir hier.

Das braucht ihr

  • 1 doppelter Espresso (ca. 36 bis 40 g)
  • Ca. 120 ml kalte Vollmilch (oder Barista-Hafermilch)
  • Eine kleine Tasse, 150 bis 180 ml
  • Milchkännchen und Dampflanze – ersatzweise ein elektrischer Milchaufschäumer

So geht’s

  1. Espresso direkt in die Tasse beziehen.
  2. Kalte Milch ins Kännchen füllen, bis knapp unter den Ansatz der Tülle.
  3. Dampflanze knapp unter die Milchoberfläche halten und Luft ziehen lassen – nur 2 bis 3 Sekunden, es soll leise zischen, nicht blubbern. Der Flat White braucht deutlich weniger Schaum als ein Cappuccino.
  4. Dann die Lanze tiefer und seitlich ansetzen, sodass die Milch wie ein Strudel rotiert. Die Rotation schlägt große Blasen klein – so entsteht der Mikroschaum.
  5. Bei 55 bis 65 °C stoppen: Wenn das Kännchen so heiß ist, dass ihr die Hand gerade noch dranhalten könnt, seid ihr richtig. Heißer wird die Milch süßlich-tot gekocht.
  6. Kännchen kurz auf die Arbeitsfläche klopfen und schwenken, bis die Milch glänzt wie flüssige Farbe.
  7. Zügig und mittig in den Espresso gießen – erst aus etwas Höhe, zum Schluss knapp über der Oberfläche. Wer mag, versucht sich am Herz.

Unsere Tipps

  • Kalte Milch und ein kaltes Kännchen geben euch mehr Zeit zum Schäumen – Profis lagern das Kännchen im Kühlschrank.
  • Bei Hafermilch auf „Barista“-Editionen setzen – normale Haferdrinks flocken im heißen Espresso gern aus.
  • Der Espresso darf kräftig sein: Durch die Milch trägt nur, was Körper hat. Schokoladige Blends sind die sichere Wahl.