Cold Brew ist die entspannteste Art, Kaffee zu machen: kein Kessel, kein Timing am Filter, keine Hektik. Nur grob gemahlener Kaffee, kaltes Wasser und Zeit. Weil kalt extrahiert wird, landen kaum Bitterstoffe und wenig Säure in der Tasse – dafür viel Süße und Schokolade. Abends ansetzen, morgens genießen. Perfekt für heiße Tage auf dem Balkon oder am Deich.
Das braucht ihr
- 100 g Kaffee, grob gemahlen (Verhältnis 1:10 für ein Konzentrat)
- 1 Liter kaltes Wasser
- Ein großes Gefäß mit Deckel (Einmachglas, Karaffe, French Press)
- Feines Sieb und Papierfilter oder Passiertuch
So geht’s
- Kaffee grob mahlen – etwa wie grobes Meersalz. Zu fein gemahlen wird der Cold Brew trüb und muffig.
- Kaffee ins Gefäß geben und mit dem kalten Wasser aufgießen.
- Einmal gut umrühren, bis das gesamte Kaffeemehl benetzt ist.
- Abdecken und 12 bis 18 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Erst grob durchs Sieb gießen, dann durch einen Papierfilter oder ein Passiertuch – so wird das Konzentrat schön klar.
- Zum Trinken das Konzentrat etwa 1:1 mit Wasser, Milch oder Hafermilch verdünnen und auf Eis servieren.
Unsere Tipps
- Fruchtige, hell geröstete Kaffees funktionieren im Cold Brew besonders gut – die Beerennoten kommen kalt richtig zur Geltung.
- Nicht länger als 24 Stunden ziehen lassen, sonst wird’s holzig.
- Das fertige Konzentrat hält sich gut verschlossen etwa eine Woche im Kühlschrank – ihr könnt also direkt für die ganze Woche vorbrühen.
- Wer es direkt trinkfertig mag, setzt gleich im Verhältnis 1:12 an (80 g Kaffee auf 1 Liter) und spart sich das Verdünnen.