Die gute alte Filterkaffeemaschine hat kein Barista-Image – dabei macht sie technisch fast dasselbe wie ihr beim Pour Over, nur automatisch. Und ehrlich: Die meisten Tassen Kaffee in Deutschland kommen aus genau so einer Maschine. Mit drei kleinen Änderungen wird aus dem Bürokaffee-Standard ein richtig guter Kaffee, ganz ohne neues Equipment.
Das braucht ihr
- 30 g Kaffee, mittel gemahlen, auf 500 ml Wasser (Faustregel: 60 g pro Liter)
- Frisches, möglichst gefiltertes Wasser
- Filterkaffeemaschine mit Papierfilter
So geht’s
- Kaffee abwiegen statt mit dem Löffel zu schätzen – die Dosierung ist der größte Hebel und bei fast allen zu niedrig.
- Direkt vor dem Brühen mahlen, falls ihr eine Mühle habt. Vorgemahlener Kaffee verliert innerhalb von Tagen sein Aroma.
- Papierfilter einlegen und kurz mit heißem Wasser ausspülen.
- Kaffee einfüllen und das Bett glatt schütteln, damit das Wasser gleichmäßig durchläuft.
- Maschine starten. Nach etwa einem Drittel des Durchlaufs einmal kurz umrühren – viele Maschinen benetzen nur die Mitte des Kaffeebetts.
- Kanne nach dem Durchlauf sofort von der Warmhalteplatte nehmen. Die Platte kocht den Kaffee weiter und macht ihn binnen Minuten bitter.
Unsere Tipps
- Warmhalten? Besser in eine vorgewärmte Thermoskanne umfüllen – da bleibt der Kaffee stundenlang trinkbar.
- Die Maschine regelmäßig entkalken und den Brühkopf abwischen – alte Kaffeeöle werden ranzig und wandern in jede neue Kanne.
- Schmeckt’s dünn und sauer: feiner mahlen oder mehr Kaffee. Schmeckt’s bitter: gröber mahlen.
- Für die Filtermaschine funktionieren fast alle unsere Kaffees – mittlere Röstungen mit Schokolade und Frucht sind der sichere Griff.